Schulfußball: Finale erreicht und dann in Ehrfurcht erstarrt

von Anselm Brakhage
Jungen: WK III (1995-1996) am 19.05.09 in Pfintal-Berghausen

Die EG-Fußballer der Jahrgänge 1995 und 1996 erreichen eine beachtlichen zweiten Platz im Bezirksentscheid der Kreise Karlsruhe und Pforzheim
 

Am 4. Juni traten die EG-Kicker der Jahrgänge 1995/1996 zum Bezirksentscheid in Karlsbad-Langensteinbach an. Mit im Viererfeld waren die Realschulen aus Langensteinbach und Straubenhardt sowie das Otto-Hahn-Sportgymnasium aus Karlsruhe vertreten.
Gegner im ersten Spiel war die ortsansässige Realschule aus Langensteinbach. Ähnlich wie schon in der ersten Qualifikationsrunde geriet das EG relativ früh in Rückstand, auch Folge mangelnder Abstimmung in der neuformierten Abwehr. Aber auch der weitere Verlauf ähnelte dem damaligen Eröffnungsspiel: wieder übernahm das EG nach dem Rückstand die Initiative und erzielte noch vor der Pause sowohl den Ausgleich als auch den 2:1-Führungstreffer. Beide Tore wurden wunderbar von Daniel Rupp vorbereitet und ebenso gekonnt von Nils Dirrler vollendet, die damit beide ihre überragende Leistung in Halbzeit eins krönten.

Nach der Pause fiel zunächst ein weiterer Treffer durch Lennart Knirsch, dessen Wertung dann aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung wieder rückgängig gemacht wurde. In der Folgezeit ließ dann der Angriffswirbel etwas noch, man ließ sich zu sehr in die eigene Hälfte drängen, was dann schließlich auch den 2:2-Ausgleich kurz vor Schluss zur Folge hatte. Es folgte ein Elfmeterschießen, das über den Finaleinzug zu entscheiden hatte.
Nils Dirrler, Daniel Rupp und Maximilian Heinz verwandelten die ersten drei Elfmeter ebenso sicher wie ihre Kontrahenten auf der Gegenseite. Den vierten Elfmeter setzte Maximilian Revfi über das Tor, allerdings traf auch der vierte Langensteinbacher Schütze das Tor nicht, sodass es weiter beim Gleichstand blieb. Alican Kilinc bewies Mut, trat zum letzten Elfer an und verwandelte eiskalt; als Philipp Brock schließlich den letzten gegnerischen Elfer parieren konnte, war der Finaleinzug perfekt !
 

Bis dahin also ein sehr erfreulicher Turnierverlauf mit einer guten Leistung und einem spannenden Spiel. Was danach folgte, ist schnell erzählt. Dass man gegen das Otto-Hahn-Gymnasium absolut krasser Außenseiter war und keine realistische Chance hatte, war klar – schließlich spielen die Jungs des Sportgymnasiums mit ihren jeweiligen Jugendmannschaften alle in hochklassigen Ligen und trainieren dort unter absoluten Leistungssport-Bedingungen. Es ist auch keine Schande, hoch gegen das OHG verlieren. Unverständlich und ärgerlich allerdings war die Tatsache, dass ein Großteil unserer Mannschaft dieses Spiel schon vor dem Anpfiff verloren gegeben hatte und man dem Gegner bei den ersten drei Gegentoren in den ersten Minuten praktisch tatenlos zusah. Somit lag man völlig unnötigerweise schon früh hoffnungslos zurück.

 

Dass dann mit zunehmender Dauer des Spiels und jedem weiteren Gegentor jegliche Motivation verlorenging und der eine oder andere auch läuferisch einfach überfordert war, ist teilweise verständlich. Aber man hätte es dem Gegner einfach nicht von Beginn an so leicht machen dürfen. Das OHG spielte seine überdeutliche Überlegenheit dann kompromisslos aus, so dass es letztendlich eine 0:10-Schlappe setzte.
Schade, dass das bis dahin sehr gute diesjährige Auftreten der Jungs durch diese saft- und kraftlose Vorstellung etwas getrübt wurde. Lobend hervorzuheben ist aber vor allem Nils Dirrler, der in beiden Spielen nicht nur hervorragend spielte, sondern auch bis zum Schlusspfiff vorbildlich kämpfte.
 

Auch Daniel Rupp – abgesehen von einem kurzen Durchhänger im zweiten Spiel - und Maximilian Heinz zeigten eine starke Vorstellung.

Es spielten:
Philipp Brock, Alican Kilinc, Maximilian Heinz, Martin Renz, Daniel Rupp, Lennart Knirsch, Erik Petersohn, Maximilian Revfi, Nils Dirrler, Steffen Kunz, Raffael Rey, Felix Umbach

 

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