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In den Rollen: Elke Schuster, Jean-Theo Jost, Dimo Wendt, H.G. Fries,
Regie: Elke Schuster, Musik: Rondo Beat
Das Trinkwasser wird knapp. Dadurch empfiehlt es sich dem nach
profitablen Anlagen suchenden Kapital. Kein Land also, dem nicht das
blaue Wunder versprochen wird, kein von Geldnöten geplagter
Kommunalpolitiker, der nicht darauf versessen wäre, die Wasserversorgung
seiner Stadt zu privatisieren. Aber auch keine Privatisierung, der nicht
der Katzenjammer folgt. Die Konzerne investieren nicht ausreichend ins
Netz, die Qualität des Wassers sinkt, ein Großteil der Angestellten wird
entlassen und die Wasserpreise steigen horrend.
Trotz dieser Erfahrungen und obwohl die Behauptung, private Unternehmen
würden überall besser arbeiten als öffentliche Betriebe, im
Wasserbereich auf eklatante Weise widerlegt worden ist, wird mit
Unterstützung kurzsichtiger oder korrupter Politiker, der Weltbank und
sogar des deutschen BMZ die Privatisierung der Wasserversorgung weltweit
vorangetrieben. Weltweit aber stehen auch immer mehr Menschen dagegen
auf, dass ihnen ihr wichtigstes öffentliches Gut entrissen wird.
In unserem Stück zentral: der „Wasserkrieg von Cochabamba" im Jahr 2000
in Bolivien. Nach Tariferhöhungen bis zu 300 %, der Enteignung ihrer
Brunnen und dem Ansinnen, selbst für aufgefangenes Regenwasser an den
Bechtel-Konzern zu zahlen, ging die Bevölkerung auf die Barrikaden.
Vier Monate lang tobte der Kampf. Am Ende verließen die Manager
fluchtartig das Land, und das Wasser ging wieder in die öffentliche Hand
zurück.
Mit dieser Handlung verbinden wir andere Schauplätze des Kampfes: vor
allem Berlin, aber auch Hamburg, Münster, Mülheim, Beilrode-Arzberg,
London, Jakarta, Manila und andere Städte kommen vor. Die Figuren im
Stück sind ausgedacht, die zugrundeliegenden Fakten sind es nicht. In
dieser Gangsterkomödie ist leider nur wenig erfunden.
So führt die Inszenierung im Stil eines Comics die weltweite
Auseinandersetzung um das Wasser vor: Szenen des Verbrechens, des
Leidens und des Aufbegehrens, des organisierten Protestes und des Siegs.
- Die Privatisierungen sind aufhaltbar. |